Feierstimmung im Saal Norhausen

18.01.2026, Kölner Stadtanzeiger Feierstimmung im „Saal Norhausen“ schon vor der ersten Band Text und Foto von Anne Philipp Ein Mann durfte bei der Damensitzung in Rheindorf natürlich nicht fehlen: der Leverkusener Prinz Rogério I. Copyright: Anne Philipp Im Saal Norhausen feierten rund 300 Damen Karneval. Wer am Samstagmittag in Rheindorf unterwegs gewesen ist, mag sich gefragt haben: „Ja, ist denn schon wieder Karneval?“ Zahlreiche, bunt verkleidete Damen füllten die Straßen rund um den Saal Norhausen mit bester Laune. Zum wiederholten Mal luden die Rheindorfer Burgknappen zur Damensitzung – und Leverkusen zeigt sich schon rund einen Monat vor Weiberfastnacht in Feierlaune. Im Jahr 2004 gab es die Damensitzung zum ersten Mal, seitdem füllen jährlich rund 300 Damen den Saal der Gaststätte Norhausen. „Das ist für den Saal eine gute Größe“, erzählt Organisator Hagen Norhausen. „Man definiert sich über die Stimmung. Sobald wir auf die Bühne gehen, stehen die Mädels auf den Tischen.“ Die Stimmung im Saal war bestechend. Schon vor Beginn des Veranstaltungsprogrammes wurde zum „Kölsche Jung“ und anderen Klassikern getanzt und gefeiert. Buntes Programm mit Prinz Rogério, Tanzgruppen und Bands Zu Gast auf der Bühne: Karnevalsvereine und Bands aus der Region – Prinz Rogério I. mit der Prinzengarde und die Tanzgruppe „Die Schlebuscher“ vertraten die Leverkusener Vereine, aus Monheim waren die „Altstadtfunken“ zu Gast. Darüber hinaus stand in „Mätropolis“ auch eine Band aus Köln auf der Bühne. Ein weiterer ganz besonderer Programmpunkt: der Auftritt des Tanzcorps „Agrippina Colonia“, ebenfalls aus Köln. Er wurde vor einigen Jahren im Saal Norhausen gegründet. Nur Redner, die suchte man auf dieser Sitzung vergeblich. „Das gibt die Zeit auch nicht mehr her“, erklärt Hagen Norhausen. Dafür habe es am vergangenen Wochenende ein Rednerfrühschoppen gegeben. Wir haben sehr viele Stammgäste, aber jetzt auch wieder mehr junge Mädels Veranstalter Hagen Norhausen zum Publikum der Damensitzung Worüber sich Hagen Norhausen besonders freut, war das gut durchgemischte Publiku: „Wir haben sehr viele Stammgäste, aber jetzt auch wieder mehr junge Mädels“. Zu den jüngeren Gästen im Saal gehört auch Nele Schwiperich, sie ist gemeinsam mit den weiblichen Teil ihrer Familie nach Rheindorf gekommen – zum ersten Mal. Ihre Mutter Gabi hatte die Sitzung auch in den vergangenen Jahren schon miterlebt und nun auch den Rest der Familie überzeugt, mitzukommen. „Etwas Neues ausprobieren und in Stimmung kommen“, darum gehe es für Nele Schwiperich, wie sie erzählt. In den vergangenen Jahren habe sie vor allem den Straßenkarneval gefeiert, auf einer Sitzung war sie zuvor noch nicht. Im Vorfeld freute sie sich besonders darauf, „den Prinzen zu sehen und Zeit mit der Familie zu verbringen,“ Aliens, Kühe und Discokugeln – es ist bunt im Saal Norhausen. Doch damit die auch ordentlich feiern können, braucht es ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Etwa 20 bis 30 Freiwillige seien bei der Veranstaltung im Einsatz, berichtet Norhausen. Auch wenn er natürlich die Veranstaltung genießen kann, so brauche er doch auch danach immer noch eine Stunde um herunterzukommen. Denn: „Es ist und bleibt auch viel Arbeit“. Für die Rheindorfer Burgknappen ist zwar die Damensitzung vorbei, am kommenden Samstag, 24. Januar, geht es für sie aber gleich mit der nächsten Veranstaltung weiter. Für die Herrensitzung, ebenfalls im Saal Norhausen, werden noch Karten verkauft – dann wird sich zeigen, ob auch die Herren für eine solche Stimmung im Saal sorgen können, wie die Damen sieben Tage zuvor. zurück zu Übersicht
Kein Halten mehr bei Damensitzung der Burgknappen

20.01.2025, Kölner Stadtanzeiger Ab „Oben unten“ gibt es auf der Damensitzung der Burgknappen kein Halten mehr Text und Foto von Lena Schmitz Kerstin Voigtländer und Karin Laube mit ihren Freundinnen als „Elsa“: Auf der Damensitzung der Burgknappen sind fantasievolle Kostüme zuhauf zu bestaunen. (Copyright: Lena Schmitz) Ein Saal voller Frauen, gute Stimmung und ein mehr als motivierter Veranstalter: Das kann nur bedeuten, dass es wieder Zeit für die jährliche Damensitzung im Saal der Gaststätte Norhausen war. Bunte Kostümpracht Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte, denn ein Kostüm übertrumpfte das andere. Von Hippies zu Tieren, Piraten und Fantasiewesen war alles dabei. Doch es gab auch einige aufwendige Gruppenkostüme, wie das von Kerstin Voigtländer und ihren Freundinnen „Wir suchen jedes Jahr nach einem neuen Kostüm und geben uns immer viel Mühe“, erklärte Voigtländer. Auf die Idee für diese Session war Karin Laube gekommen: „Wir wollen uns natürlich jedes Jahr steigern. Letztes Jahr waren wir pinke Prinzessinnen und dann habe ich überlegt, warum wir nicht dieses Mal einfach blaue Prinzessinnen sein können“. Neben den vielen Eisprinzessinnen „Elsa“ aus dem Film „Die Eiskönigin“, durfte natürlich nicht der Schneemann Olaf fehlen. Wegen der langen blauen Kleider, der eingebauten Lichterketten und dem langen blonden, schon fast weißem Zopf, zog die Gruppe viele Blicke auf sich. Dann ertönte das Lied „Oben Unten“ von den Räubern und alle Anwesenden wussten sofort Bescheid. Sie sprangen von ihren Stühlen auf, fingen direkt an mitzusingen und zu klatschen. Dann liefen auch schon die Mitglieder der „Schönjespritzten“ nacheinander auf die Bühne. Bei der Gruppe handelte es sich um die jahrelangen Veranstalter der Sitzung, nämlich Hagen Norhausen und weitere Mitglieder der Rheindorfer Burgknappen. „Wir freuen uns, dass ihr den Saal wieder so gefüllt habt und auch über eure großartigen Kostüme. Heute vergessen wir die Politik und feiern, egal, was da draußen im Moment so los ist“, sagte Norhausen. Abwechslungsreiches Programm Anschließend ging es dann auch schon weiter im Programm, denn um nicht nur immer Bands aus dem Kölner Raum einzuladen, war dieses Mal die „Wimmer Band“ aus Düsseldorf zu Besuch. Mit ihrem Mix aus Rock und Pop konnte sie die Frauen von sich überzeugen. Für ein wenig Abwechslung sorgte ein Varietékünstler, der mit seinen Rollschuhen und einer Halfpipe die Bühne betrat. Dem ein oder anderen blieb bei dieser Vorstellung der Atem weg. Die „Rhythmussportgruppe“, die KG Rheinflotte und viele weitere ergänzten das Programm. Die ausgelassene Stimmung und der Enthusiasmus zum Feiern überraschte Norhausen nicht. „Die Damensitzung ist immer ein großes Highlight in unserem Terminkalender, denn es ist unglaublich, wie motiviert die Frauen immer sind. Nach den vier Stunden sind die meisten aber auch immer sehr müde“, freute sich Norhausen. Kein Wunder, schließlich bestand das Programm aus einem Highlight nach dem anderen, und es gab keinen Grund sich hinzusetzen und sich der Feierlaune zu entziehen. Fest steht also auch in diesem Jahr wieder: Die Damensitzung der „Schönjespritzten“ ist und bleibt eine einzigartige Ausnahme unter den Sitzungen. zurück zu Übersicht
Erstes Highlight im Rheindorfer Karneval

15.01.2025, Lokale Informationen Erstes Highlight im Rheindorfer Karneval Text und Foto von Gabi Knops-Feiler Der Rednerfrühschoppen der Karnevalsgesellschaft Burgknappen richtet sich vor allem an Karnevalisten und alle, die Reden genießen möchten, ohne von lauter Musik und Partylärm abgelenkt zu werden. Den Auftakt zur jüngsten Sitzung übernahm Jupp Menth, bekannt als „Ne kölsche Schutzmann“. (Copyright: Gabi Knops-Feiler) Eine gelungene Mischung aus Humor, Tradition und Gemeinschaft – das alles bot der Rednerfrühschoppen der Rheindorfer Burgknappen. Im ausverkauften Saal Norhausen legte die Leverkusener Karnevalsgesellschaft damit einen vielversprechenden Start in ihr 55. Jubiläumsjahr hin. Es war die fünfte Veranstaltung dieser Art, die vor allem organisierte Karnevalisten und Redenliebhaber in ihren Bann zog. Die ursprüngliche Idee dazu kam vom ehemaligen Literaten Jürgen van Elst. Bis heute sind die Burgknappen die einzige Gesellschaft in Leverkusen, die ein solches Format anbieten. Viele große Gruppen aus umliegenden Orten wie Hitdorf oder Monheim „pilgern“ dazu eigens nach Rheindorf. Im Gegensatz zu klassischen Herrensitzungen, die oft einen Mix aus Musik, Tanz und Rede bieten, legt der Rednerfrühschoppen seinen Fokus speziell auf die Kunst der Rede und der leisen Töne. Literat Sven Hartmann erklärte dazu: „Hier gibt es keine Ablenkung durch Partylärm oder Service während der Reden. Nach jedem Redner gibt es eine Pause, in der sich die Gäste entspannen, Getränke nachbestellen oder eine Zigarette rauchen können. Das Konzept wird sehr geschätzt.“ So begann die jüngste Veranstaltung pünktlich um 11 Uhr mit Jupp Menth, besser bekannt als „Ne kölsche Schutzmann“. Mit spitzem Humor erzählte er Geschichten aus seinem Leben und sorgte mit Pointen über aktuelle Themen wie Küche und Kirche für viele herzhafte Lacher. Die Gäste waren derart begeistert, dass sie den Redner – er trat mit 17 Jahren in den Polizeidienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein und wurde im Jahr 2011 nach 42 Berufsjahren im Rang eines Kriminalhauptkommissar pensioniert – mit einer Rakete von der Bühne verabschiedeten. Im Anschluss begeisterte Boris Müller mit einer Hommage an Hans Hachenberg, die legendäre „Doof Noss“. Kai Kramosta alias Handwerker Peters brachte mit seinen humorvollen Einblicken in das Handwerksleben den Saal zum Beben. Überdies sorgte das Tanzcorps Agrippina Colonia e.V. mit einer mitreißenden Performance für einen weiteren Höhepunkt im Programm. Nach einer Pause startete Lieselotte Lotterlappen alias Joachim Jung mit scharfsinnigem Humor in die zweite Hälfte. Bauchredner Klaus und sein Affe Willi brachten das Publikum mit ihren witzigen Dialogen zum Schmunzeln, bevor Holger Müller als Ausbilder Schmidt den Abschluss übernahm, erneut alle Register zog und die Gäste gegen 16 Uhr in bester Stimmung verabschiedete. Zu Beginn begrüßte Präsident Hagen Norhausen die Männer. In einer kurzen Ansprache betonte er die Bedeutung von Gemeinschaft und Toleranz: „Humor verbindet, auch wenn nicht jeder Gag jeden Geschmack trifft. Es gibt vielleicht Künstler, die von Fußballvereinen erzählen, die ihr nicht mögt. Wir sollten tolerant sein, denn wir sind schließlich Deutscher Meister und können uns eine gehörige Portion Gelassenheit leisten“, erklärte der Gastronom mit einem Lächeln. Trotz des Erfolgs bekommen die Burgknappen – wie so viele andere Vereine – insgesamt noch immer die Folgen der zurückliegenden Pandemie zu spüren. „Uns fällt es nicht gerade leicht, Karten zu verkaufen, vor allem für Damen- und Herrensitzungen. Dennoch sind wir optimistisch, den Karneval in alter Stärke wieder aufleben zu lassen,“ betonte Hagen Norhausen voller Zuversicht. zurück zu Übersicht
Rheindorfer Burgknappen feiern 55-jähriges Bestehen

20.01.2025, Kölner Stadtanzeiger Rheindorfer Burgknappen feiern Sessionseröffnung und 55-jähriges Bestehen Text und Foto von Dominik Scholz Die Rheindorfer Burgknappen feiern ihr 55-jähriges Bestehen. Geehrt wurde dabei auch Hagen Norhausen (links, mit Urkunde). Copyright: Dominik Scholz Im Gasthaus Norhausen herrscht schon vor Beginn der Feier ausgelassene Stimmung: Die Mitglieder der Rheindorfer Burgknappen feiern eine Schnapszahl. Für die Burgknappen ist dieser Abend besonders, denn der Verein feiert nicht nur den Start in die neue Session, sondern auch sein 55-jähriges Bestehen. Hagen Norhausen, Präsident des Vereins und Wirt des Gasthauses, erklärt die Bedeutung dieses Jubiläums: „Ein 55-jähriges Bestehen ist natürlich eine karnevalistische Zahl, aber am Ende des Tages geht es nicht um die Zahl, sondern um die Zeit, in der man sich befindet“, sagt Norhausen. „Nach 55 Jahren heißt es nicht automatisch, dass wir die 66 schaffen. Doch unser Verein bleibt sich treu, auch wenn die Herausforderungen immer wieder neu sind.“ Die Burgknappen hätten in der Vergangenheit schon so manche Hürde überwunden, sei es die Organisation von Umzügen und Festen oder der Erhalt einer starken Gemeinschaft in Zeiten, in denen immer wieder Mitglieder verstarben. Die vergangenen Jahre waren für den Verein alles andere als einfach. „Corona hat einen großen Bruch eingebracht und uns zwei Sitzungen gestohlen“, berichtet Norhausen. „Unsere Herrensitzung musste ausfallen. Aber jetzt sind unsere Redner-Frühschoppen wieder ausverkauft und zeigen, dass die Menschen zurückkehren.“ Der Verein habe in der Vergangenheit verschiedene Sitzungsformate ausprobiert, um stets interessant zu bleiben, und plane auch weiterhin Neues. „Karneval bringt immer neue Herausforderungen mit sich“, so Norhausen. Leverkusen: Unerwarteter Besuch und besondere Ehrung Ein Highlight des Abends war der überraschende Besuch vom Bund Deutscher Karneval. Als besonderes Zeichen der Anerkennung wurde Hagen Norhausen die Silberne Ehrennadel verliehen – für sein jahrelanges Engagement im Karneval und seinen unermüdlichen Einsatz für die Burgknappen. Das Programm war locker gestaltet, ganz im Sinne der Vereinsphilosophie. „Bisschen treiben lassen“, beschreibt Norhausen die Atmosphäre. Auf der Tanzfläche traten einige Künstler auf, darunter „Just for Fun“ und „Die Zwei mit Hätz“. Besonders freuten sich die Burgknappen auf den Besuch des Prinzen, der gegen 23 Uhr erwartet wurde. „Eine Künstlerin musste leider krankheitsbedingt absagen, aber das wird der Stimmung keinen Abbruch tun“, erklärt Norhausen. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung von Orden zur Sessionseröffnung. Besonders geehrt wurde dabei die neue Senatorin Birgitt Bertram, die sich seit Jahren um den Verein verdient gemacht hat. Blick in die Zukunft: Weihnachtsfeier und neue Ideen Nach dem Abend richten sich die Blicke der Burgknappen bereits auf die kommende Zeit. Nicht nur, weil in zwei Wochen die Weihnachtsfeier ansteht. Die Blicke gehen auch in die weitere Zukunft: Der Verein müsse sich immer wieder neu erfinden, sagt Hagen Norhausen, gerade weil viele der älteren Mitglieder inzwischen verstorben seien. „Wenn man als Karnevalsverein im Stadtteil präsent ist, erlebt man zu Beginn ein großes Hoch. Das hat bei uns sehr lange angehalten. Doch irgendwann kommt ein Tief. Neue Mitglieder zu gewinnen, ist eine ständige Herausforderung“, erklärt der Karnevalist und Gastronom. zurück zu Übersicht
Die Rheindorfer Burgknappen sind 55

14.07.2024, Kölner Stadtanzeiger Feierstimmung im „Saal Norhausen“ schon vor der ersten Band Text und Foto von Lena Schmitz Der Vorsitzende der Rheindorfer Burgknappen, Host Müller, und Präsident Hagen Nordhausen (rechts) (Copyright: Lena Schmitz) Im Karnevalsverein spürt man noch Folgen der Pandemie. Der Feierlaune tat das keinen Abbruch. Das nennt man wohl einen wahren Dorf- und Traditionsverein: Die Rheindorfer Burgknappen entstanden 1969 aus einem Kegelverein heraus. Macht 55 Jahre – das ist für einen Karnevalsverein selbstverständlich Grund für eine Jubiläumsfeier. Die Führung der Burgknappen ist schon länger Familiensache. 2007 löste Hagen Norhausen seinen Vater Paul als Präsident ab – da lag es mehr als nahe, das Sommerfest zum Jubiläum im Vereinslokal Norhausen zu feiern. Wie es in diesem Sommer oft ist – der Biergarten war bei dem schlechten Wetter am Samstagabend nur phasenweise geeignet. Zum Glück ist es nur ein Schritt in den Saal Norhausen nebenan. Die Hüpfburg allerdings musste im Anhänger bleiben – was die Stimmung aber nicht zu sehr trübte. Der Saal füllte sich schnell und jeder fand sich zwischen bekannten Gesichtern wieder. Es gab viel Platz, der im Laufe des Abends zur Tanzfläche umfunktioniert wurde. Und was durfte dabei natürlich auf keinen Fall fehlen? Karnevalsmusik. Am Anfang waren Frauen nicht vorgesehen „Unser Sommerfest ist für uns immer besonders toll, um die Kontakte mit den anderen Vereinen zu pflegen, sich auszutauschen und die gute Stimmung zu genießen“, erklärte Hagen Norhausen. Besonders stolz ist Vorsitzender Horst Müller auf die Vereinssatzung. Sie sei von Beginn an integrativ formuliert. So habe jeder Rheindorfer gewusst, dass er bei den Karnevalisten willkommen ist. Dass man bei den Burgknappen anfangs nicht an Frauen dachte und ihre Aufnahme sogar verbot, ist längst repariert: Sie seien heute gar nicht mehr aus dem Verein wegzudenken, hieß es am Samstag. Das zeigte sich auch beim Jubiläumsfest: Bei vielen organisatorischen Fragen nahmen Frauen das Zepter in die Hand und lösten Probleme. „Die Frauen machen definitiv die meiste Stimmung hier, haben viel Engagement und packen auch gerne mal mit an.“ Da waren sich Sylvia van Elst und Heike Bunde einig. Die beiden haben sich über den Verein kennengelernt, konnten auch viele weitere Freundschaften knüpfen. Aber eines macht ihnen Sorgen: der Nachwuchs. Ab und an kämen zwar mal ein oder zwei jüngere neue Mitglieder zu ihnen, doch ein großer Zulauf sei nicht zu erkennen. An diesem Abend spielten das jedoch keine Rolle, alle lachten, tranken und feierten so gut sie nur konnten. Auch normale Gäste wurden herzlich empfangen und machten mit. Für die kommende Session können sich alle Karnevalisten bereits auf die üblichen Sitzungen wie die Herrensitzung, den Redner-Frühschoppen und vieles mehr freuen. Auch wenn der Verein sich selbst noch in einer Phase nach Corona wiederfindet und die Veranstaltungen teilweise nicht so gut besucht waren wie zuvor: Die Burgknappen bemühen sich. Die Feier zum 55. Geburstag soll auf keinen Fall das letzte Jubiläum sein für diese Rheindorfer Institution zurück zu Übersicht
Rheindorfer Burgknappen feiern mit Prinz Marijo I.

11.02.2023, Kölner Stadtanzeiger Rheindorfer Burgknappen feiern mit Prinz Marijo I. Text und Foto von Detlef Rentsch Prinz Marijo I. ist an Weiberfastnacht wieder im Saal Norhausen dabei, wenn die Rheindorfer Burgknappen feiern. (Copyright: Ralf Krieger) Die Rheindorfer Burgknappen laden an Weiberfastnacht zum Auftakt in den Straßenkarneval in den Saal Norhausen ein. Und am Rosenmontag steigt dort der Kinderball. Bei den Rheindorf Burgknappen ist am Fastelovend der Bär los: Um nicht vom Wetter abhängig zu sein, wird an Weiberfastnacht, 16. Februar, ab 11.11 Uhr im Saal Norhausen an der Felderstraße 17 mit Nachbarn, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und dem Verein zusammen der Auftakt des Straßenkarnevals gefeiert. Mit dabei sind Prinz Marijo I. mit Gefolge, Franz Bauer, die Funken on fire, die HJM Fährgarde, das Hitdorfer Dreigestirn und viele mehr. Der Eintritt ist frei. Am Rosenmontag, 20. Februar, steigt der Kinderball der Rheindorfer Burgknappen, ab 10.11 Uhr ebenfalls im Saal Norhausen. Nachdem der langjährige „Mr. Kinderball“, Alois Geller, altersbedingt 2020 seine letzte Session feierte, gibt in diesem Jahr sein Nachfolger Christian Laaks, Zweiter Vorsitzenden der Rheindorfer Burgknappen, als Moderator seinen Einstand. Außerdem ist buntes Programm mit Tombola, Spielen, Zauberer und Tanzgruppen angesagt. Eintrittskarten zu je sechs Euro sind ausschließlich an der Tageskasse zu haben. Schließlich überreicht am Dienstag, 21. Februar, Prinz Marijo I. feierlich um 19.11 Uhr im Saal Norhausen (Einlass ab 18 Uhr) den Schlüssel zurück an den Oberbürgermeister. Der Abend wird von einem karnevalistischen Programm begleitet, zu dem auch die Siegerehrung für die schönsten Fußgruppen und Wagen der beiden Züge in Wiesdorf und Opladen gehören. Zudem wird das Motto für die kommende Session vorgestellt und im Anschluss an die Schlüsselrückgabe gegen 22 Uhr der Nubbel der Rheindorfer Burgknappen verbrannt. Der Eintritt ist kostenlos. zurück zu Übersicht
